Entwicklungspolitischer Kriterienkatalog für Geldanlagen
Die Orientierung von Investitions- und Anlageentscheidungen an sozialen, ökologischen und entwicklungspolitischen Kriterien kann einen wichtigen Beitrag zur zukunftsfähigen Gestaltung der Weltwirtschaft leisten.
Aus diesem Grund hat „Brot für die Welt“ gemeinsam mit dem SÜDWIND-Institut für Ökonomie und Ökumene Kriterien für eine ethische Geldanlage entwickelt, die sich an den Grundsätzen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung orientieren. An diesen Kriterien hat der FairWorldFonds sein Anlageuniversum ausgerichtet.
Eine unabhängige und auf Nachhaltigkeit spezialisierte Gesellschaft, imug Beratungsgesellschaft für sozial-ökologische Innovationen mbH, trifft die Vorauswahl des Anlageuniversums auf Grundlage der verabschiedeten Kriterien.
Ausschlusskriterien
Zu den Ausschlusskriterien zählen beispielsweise Pornografie, Kinderarbeit, systematische Korruption sowie die Erzeugung und der Vertrieb von gentechnisch verändertem Saatgut. Strenge Negativkriterien gewährleisten, dass beispielsweise Staaten, die systematische Menschenrechtsverletzungen zu verantworten haben, ebenso von dem Anlageuniversum ausgeschlossen sind wie Unternehmen, die Rüstungsgüter herstellen oder systematisch gegen die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO verstoßen.
Hinzu kommen Verhaltensregeln für den Kapitalmarkt: ausgeschlossen sind Devisenspekulationen, der Einsatz von Derivaten zu Spekulationszwecken sowie Unternehmen, die ihren Sitz aus steuerlichen Gründen in eine Steueroase oder ein Schattenfinanzzentrum verlegt haben.
Positivkriterien
Positivkriterien sorgen dafür, dass nur solche Unternehmen oder Staaten in den FairWorldFonds aufgenommen werden, die sich erfolgreich für eine nachhaltige Entwicklung, für die Achtung der Menschenrechte und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen.
